szmmctag

  • Die Reise zum Schicksalsberg

    Freude am Schauen und Begreifen ist die schönste Gabe der Natur.

    Albert Einstein

    Als ich früh am Morgen halb zwei aufgestanden bin, habe ich mir innerlich gedacht - "Was wird das wohl für ein Tag werden?" Es war ein Moment der Stille, des In-sich-Gehens, begleitet von großer Neugier und der Hoffnung, dass es ein beeindruckender Tag werden würde.

    Meine Sachen für den Wanderausflug habe ich bereits am Abend zuvor eingepackt gehabt und so stand einem ereignisreichen Tag nichts mehr im Wege. Gegen halb drei bin ich dann zu Simon, dem Bayern :D, gefahren und es ging durch die tiefschwarze Nacht Neuseelands zum ca. 400 km entfernten Tongariro National Park. Einige Sorgenfalten trieb uns das Wetter auf die Stirn, da es am Morgen doch sehr dunkel um den Nationalpark aussah. Der Himmel war nahezu nachtschwarz und immer wieder begleiteten uns Schauer. Stur und unternehmungslustig wie wir waren, haben wir uns aber gesagt "Wir trotzen dem Wetter und gehen das Ding jetzt an." - oder auf bayrisch "wdsbdfsb dfmn fdsbndfnbskm". Simon muss es dann vielleicht noch mal Probelesen, aber ich habe das Gefühl mein Bayrisch wird immer besser :D

    Am Tongarironationalpark angekommen, haben wir uns zunächst ein Mal ein kleines Päuschen von der Fahrt gegönnt und uns ein Morgenbierchen aufgemacht. Man möchte ja schließlich vorbereitet sein für solch eine lange Reise ;). Nachdem wir uns also gestärkt hatten, konnte es also endlich los gehen. Eine Sache war uns jedoch bewusst und die hatten wir uns wochenlang zum Ziel gesetzt - wir wollen Spaß haben bei dieser Reise. Genau den hatten wir auch, als nach den ersten Kilometern bereits Bilder entstanden die von vollkommener Erschöpfung zeugen sollten.

    Wenig überraschend, hatten wir nach 2 Stunden bereits erkannt, dass wir wohl die langsamsten Tongariro Crosser aller Zeiten werden, aber auch das ist ein Rekord. Denn als Erste gestartet sind wir in diesen zwei Stunden bereits von 5 nach uns startenden Wandern überholt worden. Normalerweise läuft man in der Hälfte der Zeit bis zur ersten Hütte.

    Was uns noch wenige Meter nach der ersten Hütte spaßhaft und witzig vorkam, sollte ein paar Höhenmeter weiter schon etwas weniger lustig werden. Was war unser Problem? Wir hatten nicht die richtigen Schuhe. Vielleicht sind wir doch etwas optimistisch ran gegangen :D

    Nichtsdestotrotz sind wir natürlich ungebremst weiter gelaufen und haben die darauf folgenden Höhenmeter noch leichten Fusses genommen. Als uns jedoch die ersten Eisfelder begegneten, zeigte sich deutlicher, dass unsere Schuhwahl nicht die richtige gewesen ist. Immer wieder rutschten wir ab und immer wieder ging es nur in Pinguinschritten voran. Als wir jedoch das erste Plateau erreicht hatten, war all die ungeeignete Ausrüstung wieder vergessen.

    Bild 1 von oben zeigt den Mount Ngauruhoe, Bild 2 wie der Bayer die Himmelsleiter erkraxelt und Bild 3 das Plateau vorm Mount Ngauruhoe.

    Ein Plateau ist aber nun mal ein Plateau und von einem Plateau auf einem Berg kann es nach oben und nach unten gehen. Wir entschieden uns noch weiter nach oben zu gehen und sollten alsbald unsere schlechte Schuhwahl ernsthaft bereuen. Hatten wir zu Beginn noch Halt gefunden war jetzt jede Felsspalte unsere einzige Möglichkeit uns am Berg festzuhalten. Der vereiste Boden und ein ziemlich starker Wind taten ihr übriges uns den letzten Anstieg so gut wie unmöglich zu machen. Gemeinsam haben wir es dann aber doch irgendwie geschafft und haben diese unglaublich schönen Bilder schießen können.

    Geschafft - endlich oben!

    Es ist nahezu unmöglich zu beschreiben wie atemlos man teilweise da stand und sich immer wieder umblickte. Voller Stolz und mit einem richtig warmen und glücklichen Gefühl hat man sich innerlich immer wieder gekniffen um sich klar zu machen, dass das kein Traum ist, das man das wirklich erlebt und das man das selber geschafft hat. Es sind diese Momente, diese Erinnerungen, die für immer im Kopf bleiben und die man später noch seinen Enkeln erzählen wird. Gerade als man über die glasklaren Bergseen schauen konnte, die Sonne über einem brannte und ein kühler Luftzug einen umgab, dachte man doch das ein oder andere mal an das so oft zitierte Goethezitat ...

    Nach jedem Aufstieg, folgt aber auch ein Abstieg (die Eispiratenfans unter den Lesern wissen sicherlich genau was ich meine :D) und so mussten wir uns irgendwann auch wieder nach unten begeben. Dieser Abstieg war dennoch alles andere als einfach. Mit der Zeit machte sich die Sonne welche herab brannte bemerkbar, die Höhenmeter die man zurück gelegt hatte und der Wind und die Schuhe die man getragen hatte, taten ihr übriges. Dennoch haben wir es nach einem wirklich langen Abstieg zur letzten Station unserer Reise geschafft als wir auf dem Parkplatz auf der anderen Seite des Tongariro angekommen waren. Wer nun aber dachte "Gut, noch schnell einen Shuttlebus zum anderen Parkplatz nehmen und dann heim fahren." sah sich getäuscht. Es fuhren keine Busse und unser einziges Glück war, dass andere Wanderer einen Bus geordert hatten in dem wir mit fahren durften. Dieser fuhr uns aber auch nur bis 7 Kilometer vor den Parkplatz und so mussten wir den mühsamen Weg müde und erschöpft wohl oder über in Angriff nehmen. Nachdem wir eine anderthalbe Stunde durch Regen, Wind und Kälte (das Wetter hatte sich ziemlich gedreht) gelaufen sind, hielt ein Pickup hinter uns an und bot uns an uns zum Parkplatz zu fahren. Müde kletterten wir in den Pickup und bedankten uns höflich als wir am Parkplatz angekommen waren.

    Die Heimfahrt gestaltete sich relativ ereignislos und als wir bei einer Wasserpfeife die Ereignisse müde aber stolz reflektierten, hätten wir nicht stolzer sein können. Dieser Tag zählte definitiv zu einem der schönsten die ich bisher in Neuseeland hatte. Generell ist jeder Tagesausflug hier mit vielen Abenteuern, tollen Erlebnissen und viel Unternehmungslust, Neugier und Freude verbunden. Als ich gegen Mitternacht ins Bett sank, habe ich nach 2 Minuten geschlafen wie ein Stein, aber ein sehr, sehr glücklicher Stein ;)

  • Zeit ...

    Wenn Worte ihren Zauber verlieren, wenn die Faszination zu schwinden scheint, dann ist Alltag eingekehrt.

    Keine Ahnung ob meine Worte diesmal stark genug sind die Bilder zu beschreiben und die Erlebnisse möglichst gefühlsnah darzustellen, ich schreibe, ich schreibe nach Gefühl.

    In den letzten vier Monaten bin ich tausendfach durch Gefühle zwischen Fröhlichkeit, Lethargie, Müdigkeit und Energie gegangen. Ich vermute das ist einfach Teil einer so großen Reise. Diese Reise besteht nicht aus den tausenden Kilometern die ich entfernt bin, sie besteht aus den tausenden Kilometern die ich in meiner Persönlichkeit gegangen bin. Man wacht auf, in einem fremden Land, einem fremden Bett, in einer fremden Familie, mit fremden Erlebnissen. Irgendwann wird einem dies alles vertraut, man nimmt Erlebnisse auf, zieht Schlüsse und irgendwann, irgendwann ist man nicht mehr der Selbe.

    In den letzten vier Monaten habe ich mich stetig weiter entwickelt, das hat Kraft gekostet, aber die Person die ich jetzt bin ist eigentlich ein ganz dufter Kerl. Selbstständig ist er geworden, stark ist er geworden und dankbar. Zahlreiche Erlebnisse betrachte ich mit Abstand, mit Ruhe und Entspannung und mit Tiefgründigkeit und Verwunderung. Ich genieße wer ich bin, ich genieße meine Zeit hier und ich genieße nach allen Rückschlägen wieder aufstehen zu können. Früher hat mir die Kraft für das Aufstehen oft gefehlt.

    Ich habe mittlerweile viel und doch nix von Neuseeland gesehen. Ich habe mir den 90-Mile-Beach angesehen, habe Cape Reinga gesehen, war in Coromandel, besuche noch den Tongarironationalpark und werde im August die Südinsel erkunden. Alles mit wunderbaren, wunderlichen und positiven Menschen zusammen. Es bringt nix meine Erlebnisse niederzuschreiben über Sachen die ich gesehen habe, diese Augenblicke sind unvergesslich und nicht mit Worten wieder zu geben. Was ich beschreiben kann sind meine Gefühle über meinen Aufenthalt.

    Im Dezember war ich tief verzweifelt, wie kann sowas Schreckliches nur passieren, wie kann ich denn die Reise jetzt weiter bestreiten? Die Verzweiflung wurde gelindert, gelindert durch liebende Menschen, hilfsbereite Menschen, Menschen die einen aufrichten. Freunde, Familie, Bekannte. Freunde die einen innerlich auffangen und die für immer einen Platz in meinem Herzen haben. Ihr habt mich durch die schwerste Zeit meiner Reise gebracht, ich habe es dank euch geschafft. Liebende Worte, tröstende Worte, aufrichtende Worte. Vertrauen. Hoffnung. Liebe und manchmal einfach nur eine Shisha mit Anne zusammen. Fühl dich hier einfach mal ganz fest gedrückt ;).

    Die letzten Monate seit Januar plätscherten mehr oder weniger dahin, viele Gespräche, viele Gedanken. Nebel der einem die Sicht eine Zeit lang nahm und einen orientierungslos umher wandern ließ. Es ist schön die Sonne wieder zu sehen. Seit Januar habe ich gekämpft, gekämpft mit Versicherungen, gekämpft mit mir selbst, gesucht nach Lösungen und durch gehalten um genug Geld zusammen zu bekommen um alle Probleme beseitigen zu können. Jetzt, am 23.05.2013 stehe ich hier, schreibe ich hier und kann freier atmen. Es ist nicht alles gelöst, es sind nicht alle Probleme beseitigt, dennoch kann ich nach vorn blicken, dennoch kann ich wieder ein wenig träumen.

    Ich vermute ein weiterer Teil dieser Reise ist, dass man die Menschen die einem sonst nah sind noch ein Mal genauer kennen lernt und ich muss sagen "Wow hab ich ne geile Familie und was für geile Freunde" ;). Es ist immer toll von euch zu hören und es ist genial wie ihr mich alle unterstützt ;).

    Es geht bergauf, ich kann noch träumen.
    Danke.

  • Urlaubsfeeling

    Hallo ihr Lieben ;).

    Zwar habe ich angekündigt über Weihnachten und Silvester zu berichten, aber ich fasse mich diesbezüglich etwas kürzer, denn es gibt unzählige Sachen zu berichten. :D

    Zum Weihnachtsvorabend ist es ja allgemeinhin Tradition in die Kirche zu gehen und sich das Krippenspiel anzusehen. Nicht unüblich ist es auch ordentlich einen im Tee zu haben, wenn man da zum Krippenspiel geht. Nun also eine kleine Einführung in das Krippenspiel und den Weg dorthin. Mittlerweile war im Hostel ein anderer Backpacker angekommen - Mathieu. 23 Jahre jung, freundlich, hilfsbereit, alles in allem ein super Kerl und immer gut drauf. Mathieu und ich haben uns auch auf Anhieb gut verstanden. Zwar hat er die ersten Tage eine Griechin dabei gehabt, aber die ist nach einer Woche weiter gereist :D. Eigentlich war das auch ein super liebes Mädel, aber halt Griechin und die nehmen uns ja wie allgemein bekannt ist all unser Geld weg :D.
    Am Weihnachtsvorabend stiegen Mathieu und ich in den Bus von George (der Hotelbesitzer bei dem wir gearbeitet haben) der uns nach Whangarei (was man übrigens Fängarej ausspricht, nicht wie ich fälschlicherweise Wängärei, das macht für Kiwis schon einen Unterschied)bringen sollte. Dabei waren Karen (Georges Frau), Melissa, Haley und Vanessa (Georges Töchter, Vanessa übrigens ein echtes Schneckchen, aber leider vergeben :D) und Richie, Vanessas Freund. Richie hatte dann auch die grandiose Idee eine ganze Packung Bier mitzunehmen (15 Bier). Nun sind 15 Bier bei 3 Kerlen nicht der Hit, vor allen Dingen wenn man bedenkt, dass es 0,33 l Flaschen sind, aber wenn man bedenkt, dass Mathieu und ich schon um elf angefangen haben Bier zu trinken, weil an diesem Tag ein weiteres Schreiben von der Versicherung kam (ihr erinnert euch - ich hatte einen Unfall und da ich nicht versichert war, muss ich den Schaden des Unfallgegners bezahlen) in dem mir mitgeteilt wurde, dass aus 4700 Dollar Schulden auf einmal 5100 Dollar Schulden geworden sind, hatten diese paar Bier dann ihre Wirkung.

    Nun ja, gut gelaunt oder zumindest angetrunken und mit "Scheiß-heute-mal-drauf-Stimmung" ging es dann Richtung Kirche und dort haben wir uns das Krippenspiel angesehen. Es wurde "Der Lorax" aufgeführt. Das war eigentlich nur langweilig, also haben wir es über uns übergehen lassen und uns gefreut als es vorbei war. Mehr möchte ich dazu nicht erzählen. :D Danach ging es noch eine Runde durch Whangarei und es wurden all die weihnachtlich geschmückten Häuser betrachtet. Ein komisches Gefühl ist das trotzdem, bei 25 Grad irgendwelche weihnachtlich geschmückten Häuser anzusehen.
    Am späten Abend tranken wir dann noch weiter und dann hieß es ausschlafen und Bescherung am nächsten Morgen. Die Familie von George hatte uns eingeladen beim Geschenke auspacken dabei zu sein. Aber die Familie hätte mein Herz nicht so erobert, hätten sie nicht auch Geschenke für uns vorbereitet gehabt. Ich hätte es nie erwartet und war umso überraschter und berührter als Melissa plötzlich aufstand, auf mich zukam und mir ein Geschenk in die Hand drückte. Es war nicht das Geschenk an sich, es war die Geste und die Wertschätzung die ich unglaublich genoß.

    Die Weihnachtsfeiertage wurden dann in gemütlicher Runde und mit vieeeeeeeeeeeel zu viel Essen verbracht und dem wunderschönen Gefühl, egal wo, immer irgendwie bei der Familie und Freunden zu sein. Denn nicht nur, dass meine Eltern mich mit einem Skypeanruf überraschten, es war umso schöner auch Oma und Opa per Skype wieder zu sehen und zu sehen, dass es ihnen gut geht. Das es allen gut geht, auch wenn durch den Unfall schwerere Zeiten angebrochen sind, lassen wir uns nicht unterkriegen. Das gibt einem schon ein gutes Gefühl. Auch Ralph und Steph habe ich per Skype gesehen und mich genauso gefreut, auch wenn die Nachrichten nicht so erfreulich waren. Über die zahlreichen Weihnachtswünsche per facebook und Handy habe ich mich natürlich genauso gefreut ;).

    Nun eine ganz, ganz kurze Fassung von Silvester. Silvester wird in Neuseeland nicht wirklich gefeiert. Man stößt kurz an um Mitternacht und das war es. Einzig erwähnenswert finde ich Annikas (eine Backpackerin welche zu Weihnachten zu uns gestoßen ist) Rezept gegen Geldsorgen im neuen Jahr - man muss am ersten Tag des Jahres Sauerkraut essen - gesagt, getan - bis jetzt haben sich noch keine neuen Geldsorgen aufgetan *aufholzklopf*, hoffen wir dass das so bleibt ;).

    Aufbruch aus Dargaville - die Reise zurück ins große, große Auckland

    In jedem guten und in jedem schlechten Film macht sich der Held irgendwann auf um neue Abenteuer zu bestehen und sich neuen Herausforderungen zu stellen - und da ich den Filmhelden in nichts nachstehen möchte, hieß es dann irgendwann - Time to say goodbye. Goodbye Dargaville du Nest mit nur zwei Straßen und hello Auckland, du unübersichtliche, aber wunderschöne Metropole.

    Wenn Politiker ein Amt antreten gibt es zumeist eine Zeremonie und sie werden feierlich eingeführt. Sie werden mit einer Limousine rumkutschiert, trinken ein Gläschen Sekt, lassen sich die Hände schütteln und genießen dann ihren neuen Status. Ganz so war es nicht bei mir, aber immerhin fast. Auf dem Weg zu meinem Job als Au-Pair hieß es zunächst einmal trampen, das war an sich kein Problem und innerhalb von zwei Mitfahrgelegenheiten war ich um die 300 Kilometer gereist. In der Zwischenzeit hatte ich regen SMS-Austausch mit der Gastmutter welche es kaum erwarten konnte, mich endlich in der Familie begrüßen zu können. Die Begrüßung ging dann auch ratzfatz - der Gastvater, Neill, holte mich mit der ältesten Tochter, Zoe ab und ab ging der Ritt. Im Hause der Familie angekommen wurde ich zunächst einmal einfach nur überrollt von Eindrücken. Julia (die Gastmutter) begrüßte mich, sagte mir ich solle es mir erstmal bequem machen, denn sie würde jetzt mit Neill zum Tennis schauen gehen und weg war sie :D. Die Töchter haben auch andere Sachen vorgehabt und so war ich mit Archie (dem jüngsten, 8 Jahre) und Max (dem zweitjüngsten, 10 Jahre) allein. Aber nicht allein, allein, denn die Großeltern der beiden Jungs waren auch noch da und hatten ein Auge auf sie. Die Jungs schnappten mich, zeigten mir den Park und ihre Spielsachen und am Abend saß ich mit Neill und dem Großvater bei Wein und Bier zusammen und wir unterhielten uns über die Gott und die Welt. Dabei habe ich Neill meine Versicherungsgeschichte eröffnet und da er einer der Top Versicherungsverkäufer Neuseelands ist, hat er mir gleich mal gesagt ich solle mir nicht zu sehr einen Kopf drum mache, er kümmere sich darum, weil sein bester Freund Anwalt sei. Nun ja, das mag jetzt alles bißchen übertrieben klingen, ist es aber nicht. Ich meine, ich kenne wenige Au-Pairs (okay, ich kenn auch so wenige Au-Pairs) deren Gasteltern mit John Keys, dem Premierminister Neuseelands zusammen Mittag gegessen haben.

    Mit diesem Bewusstsein, dass mir ein echt lieber, freundlicher, hilfsbereiter und netter Mann zur Seite steht, kehrte auch bei mir etwas Entspannung ein und ich komme mehr und mehr in der Familie an. Ich habe definitiv gelernt was es heißt dankbar zu sein und ich weiß auch was es bedeutet bescheiden zu sein.

    Hier jetzt erst ein Mal ein paar Worte an meine Eltern - ich glaube das größte Wort was ich sagen kann ist "Danke". Ich danke euch so sehr, dass ihr mir die Reise ermöglicht und mich bei allem unterstützt, ich danke euch das ihr für mich da seid und ich danke euch für jedes Lachen, jedes Schreiben und jedes Einfach-nur-da-und-ansprechbar-sein. Ich weiß dass es nicht immer so leicht ist, gerade jetzt wo wir noch ein wenig mehr verzichten müssen, aber ich bin euch unglaublich dankbar das ihr mir meinen Traum ermöglicht. Ich weiß wieviele Einsparungen und Entbehrungen das für euch bedeutet, ich weiß wie froh ihr seid wenn es mir gut geht und ich kann euch sagen mir geht es verdammt gut, weil ihr mich so unterstützt. Ihr macht es mir möglich meinen Traum Neuseeland zu leben und zu erleben und es ist toll dass ihr für mich da seid. Ich liebe euch dafür. Ach und Ollüfor, kleiner Bruder, es ist auch immer schön zu sehen wenn du beim Skypen dabei bist. Deine Fröhlichkeit und Albernheit tut uns allen gut. Danke, Danke, Danke, für all eure Unterstützung. Ich kann ganz ehrlich sagen ich bin unendlich dankbar, dass es euch gibt und wir so zusammen stehen. Und Papa - natürlich kriegt ihr das irgendwann zurück gezahlt ;). Generell ein Danke an alle die mich unterstützen, die mir schreiben und die immer wieder neugierig nachfragen wann es einen neuen Blog gibt oder generell wie es mir geht - ohne euch könnte ich das Ding zwar durchziehen, aber es würde nur halb so viel Spaß machen, denn es ist toll zu wissen, dass da zu Hause die Leute auf einen warten ;)

    Nun noch ein paar Bilder zum Allteg, Worte folgen im nächsten Blog, ich habe genug geschrieben für heute ;).

    Mein Alltag sieht ungefähr so aus.

    DAS - ist mein Urlaubsfeeling. Das nächste Mal erzähl ich euch mehr über den chaotischen Alltag und wie gern ich hier bin ;)

  • Erfahrungen

    Besser als mit dem Wort Erfahrungen kann man die letzten 6 Wochen im Kiwiland wohl nicht besser zusammen fassen. Hiermit entschuldige ich mich erstmal so lange nix von mir hören lassen zu haben ;). Ich hoffe es geht euch so weit gut und jeder hat es zu Weihnachten und Silvester ordentlich krachen lassen und ihr seid ordentlich in das neue Jahr gekommen. Mein Blog teilt sich heute etwas auf, am Anfang äußer ich mich noch etwas zu allen versicherungstechnischen Sachen bezüglich des Unfalls den ich hatte und dann komm ich zu den Sachen die wesentlich schöner waren ;). Also wenn das ganze versicherungstechnische Krimskrams nicht interessiert, einfach überspringen ;).

    Nun aber ins Kiwiland ;).
    Nachdem ich also zuletzt den Unfall hatte hieß es Scherben beseitigen und das im wahrsten Sinne des Wortes. In den letzten sechs Wochen habe ich mich hier mit Versicherungen herum geschlagen, versucht Arbeit zu finden, hab unzählige Informationen sammeln müssen und unzählige Sachen sortieren müssen und alles nur um einen Anfang zu finden.

    Der Reihe nach - nachdem ich den Autounfall hatte schrieb mir die Versicherung des Unfallgegners und wollte nochmals meine Daten haben und wissen ob ich mich als alleinig schuldig bekenne. Ich habe nicht die alleinige Schuld auf mich genommen. Ganz dumm sind die Versicherungen hier aber auch nicht, sie senden einem das Formular mit eben der Schuldfrage zu und fragen auf dem selben Formular wie man zahlen möchte. Telefonate mit meinen Eltern, Gespräche mit Freunden und die Hilfe von George, meinem Gastvater, haben mich letztenendes doch recht gut auf die Situation vorbereitet. Die Versicherung möchte jetzt trotzdem 5000 Dollar, mal schauen wie das weiter geht. Das Auto von uns sah übrigens ungefähr so nach dem Unfall aus:

    Nicht sehr schön, ich weiß :(. Jetzt war es also nicht nur meine Aufgabe das Auto zu verkaufen, denn die Reparatur hätte den Wert des Autos überschritten, sondern auch noch das Auto zu einem guten Preis zu verkaufen. Also habe ich das Internet durchstöbert um nach guten Preisen zu schauen - nix, niemand wollte mir mehr als 400- 500 Dollar geben und so bin ich durch Dargaville gegangen um jemanden zu finden der mir das Auto für mehr abkauft - und siehe da, 1000 Dollar sind doch noch raus gesprungen.

    Aber egal, weg von dem ganzen Versicherungsgelaber. Jetzt hieß es also einen Job finden um die Schulden abzubezahlen. Auf der Suche nach der passenden Stelle hatte ich mit Anne eine super hilfreiche Freundin, denn sie vermittelte einen Kontakt in eine Au-pair-Familie der sich noch als Gold wert heraus stellen sollte.

    A pro pos Gastfamilie, da kann man auch was erleben sag ich euch :D.
    Ich habe im Internet gestöbert und nach einer Gastfamilie gesucht und ein paar Wochen später meldete sich eine Frau bei mir ob ich immer noch suchen würde - und ja, das tat ich. Nun ergab es sich das Annes Kontakt genau an dem Wochenende wo ich plante die erste Gastfamilie zu besuchen auch Zeit hatte und so schlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe und traf mich mit beiden Gastfamilien an einem Wochenende. Natürlich zu unterschiedlichen Zeiten. :D

    Nun also eine kleine Einführung in die Erlebnisse eines Au-pairs bei einem Vorstellungsgespräch.
    Gastfamilie eins: Eine selbstständige Lehrerin mit drei Töchtern, 7,9 und 13 Jahre alt. Ausgemacht war das wir uns in Auckland an einer Bushaltestelle treffen, doch die Gastmom kam erstmal eine halbe Stunde zu spät ... Wer mich kennt, weiß dass ich nur Ralph ( mit viel Augen zudrücken auch noch dem/ der einem/-n oder anderen) eine halbe Stunde Verspätung verzeih :D. Naja, jedenfalls in das Auto gestiegen und als ich dann in der Wohnung der Gastmom war haben die Kiddies mir erstmal ihr Dancespiel auf der Kinect gezeigt. Irgendwie war aber trotzdem schon da eine komische Stimmung. Nach dem Vorstellen der Familie gab es ein gemeinsames Abendessen und danach bin ich nochmal nach Takapuna um in Auckland den Strand zu fotografieren. Ich finde das hat sich gelohnt, was sagt ihr?

    Zurück in die Familie gekommen und die Kiddies schon am schlafen, habe ich mich noch ein wenig mit der Guestmom unterhalten. Nun ja, sonderlich erbaulich fand ich das Gespräch nicht, sie erzählte mir, dass sie Seminare hält und wenn sie einen "dummen" Kommentar hört, stichelt sie denjenigen das ganze Seminar. Ich weiß nicht, wenn einem eine Meinung nicht passt, sollte man als Pädagogin damit etwas erwachsener umgehen können und wieder äußerte sich das komische Gefühl. Nach einer Weile bin ich dann auch ins Bett gegangen und als ich am nächsten Morgen aufgewacht bin, waren die Kids in der Schule und die Gastmom sagte mir ich solle erstmal in Ruhe in den Tag starten. Gesagt, getan. Ich ging duschen, machte mir Frühstück und ließ nebenher einen Film laufen. Dabei unterhielt ich mich mit der Gastmutter ob ich ihr etwas helfen soll und sie verneinte, also fragte ich sie noch etwas über die Tagesabläufe und Gewohnheiten der Familie und es ergab sich noch ein kurzes Gespräch. Danach bin ich in mein Gastzimmer gegangen um noch ein paar E-Mails zu checken, als die Gastmutter plötzlich ins Zimmer kam und zu mir sagte: "Dave, ich möchte nicht das du mich ausnutzt, ich habe das Gefühl du bist wie meine Ex-Freunde und ich hab mir geschworen mich nie wieder so ausnutzen zu lassen. Ich möchte ja nicht sagen ich hätte mit Absicht Geschirr stehen gelassen um zu sehen ob du es weg räumst, aber so geht das nicht." Ich wußte gar nicht wie mir geschieht, ich bin nicht mal einen halben Tag da, hab von vornherein gesagt ich möchte erstmal den Tagesablauf etwas miterlebt haben, hab zudem gefragt ob ich etwas helfen soll und dann fang ich mit meiner Arbeit an und sie erzählt mir ich würde sie ausnutzen und wäre wie ihre Ex-Freunde. Jetzt wußte ich zumindest was komisch war, sie suchte nicht nach einem Au-Pair, sie suchte mehr nach einem Lebensgefährte. Nun ja, mit dem Bewusstsein, dass das also sowieso nix wird, verabschiedete ich mich und verließ die Gastfamilie. Erstes Au-Pair-Vorstellungsgespräch also ein totaler Reinfall. Mist ...

    Das zweite Vorstellungsgespräch war dafür um so cooler. Durch Anne hatte ich bereits die Möglichkeit mit dem derzeitigen Au-Pair Kontakt aufzunehmen und so Infos über die Familie zu bekommen und was soll ich sagen? Es ... war ... fantastisch! Diese Familie war so voller Leben, freundlich, offen, strahlend. Total cool. Wir tranken in einem Kaffee etwas und ich kam schnell mit den Kids ins Gespräch - einer der Jungs hatte Wrestlinghandschuhe an und sofort konnte ich punkten mit Wrestlingwissen und noch mehr damit, dass mein Bruder ja auch ein nicht ganz so schlechter Wrestler ist (Bezahlung später, Oli? :D). Der Kleinste war total fussball- und skateboardverrückt und wollte mir unbedingt zeigen wie er skateboarden kann, wenn ich in die Familie komme. Natürlich will ich das sehen! Die Tochter begeistert sich für Sport und die älteste Tochter war noch nicht mit, aber die werde ich noch kennen lernen ;). Jetzt hab ich es also verraten, es hat funktioniert - ich werde ab 12. Januar als Au-pair in Auckland arbeiten. Ich finde es eine fantastische Möglichkeit Neuseeland nochmal ein wenig anders kennen zu lernen und ich mache eine Arbeit die mir unglaublich viel Spaß macht. Perfekt. Nebenbei werde ich natürlich versuchen etwas zu sparen und dann mal sehen wie es weiter geht danach. Jetzt freue ich mich erstmal auf meine Gastfamilie und im nächsten Blog berichte ich euch über Weihnachten und Silvester in Neuseeland. ;) Gehabt euch wohl ;) :D

  • Here wo go again ;)

    Hallo liebe Fans und Fensterbretter - da bin ich wieder.

    Es gibt massenweise Neuigkeiten und leider nicht alle ganz positiv. Nichtsdestotrotz werde ich sie euch natuerlich schildern. ;)

    Wie bereits im Blog vorher beschrieben sollte es nach Cape Reinga gehen, den noerdlichsten Punkt Neuseelands und so bereiteten wir alles fuer die grosse Reise vor und packten unser Auto voll mit allerlei Sachen. Mit dabei Campingstuehle, Campingesstisch, Gaskocher, Gasflasche etc. etc. unwichtiges und wichtiges Allerlei halt :D. Wir tauften unseren wundervollen Van bezeichnenderweise als Monty Burns, denn so alt und schwaechlich wie der auf der Brust ist - das habt ihr noch nicht erlebt. Mit allerlei Vorfreude wollten wir dann also endlich nach Cape Reinga starten, aber - safety first - wir wollten nochmal die Reifen an einer Tanke aufpumpen. Dabei spielte uns Monty den ersten Streich einer langen Liste von Streichen. Denn statt nach dem Reifen aufpumpen wieder anzuspringen dachte sich Monty eine Pause waere ihm lieber. Kurz gesagt - die Batterie war tot. Also die AA angerufen (das ist hier so n Automobilclub wie der ADAC), Problem geschildert und eine halbe Stunde spaeter war Monty wieder startbereit - theoretisch zumindest ... Nochmaliger kurzer Check der Batterie zeigte uns - das Teil ist 8 Jahre alt - also den Batterieservice angerufen und uns gleich noch eine neue Batterie besorgt. Dann konnte es aber endlich los gehen.

    Durch Neuseeland zu reisen ist schon ein fantastisches Erlebnis, es gibt Serpentinenstrassen die mitten durch den Urwald fuehren mit Kurven die so eng sind und die so verwinkelt sind, dass wir mit Monty nur im zweiten Gang fahren konnten, sonst waere der sicherlich an Herzversagen gestorben. Einmal den Berg erklommen hat man natuerlich einen saugeilen Ueberblick ueber den Urwald. Riesige Farne zwischen Palmen, abgestorbenem Holz und unzaehligen riesigen Baeumen, die Artenvielfalt Neuseelands ist einfach ueberall zu greifen und laesst einen absolut demuetig werden. Hier versteht man die Verbundenheit der Menschen und speziell der Maori zur Natur. Keine 50 Kilometer weiter fuehlt man sich als waer man nie dort gewesen, denn das Land ist durchsetzt von zerworfenem Boden, Steinen und riesigen gruenen Grasflaechen auf denen Rinder und Schafe grasen, zwischendrin sieht man ueberall die Voegel umher geistern und auch hier zeigt sich eine unglaubliche Artenvielfalt. Von Truthaehnen die hier urgemuetlich ueber die Strasse spazieren, bis zu unglaublich bunten Papageien die hier ueber die Felder sausen. Es ist einfach fantastisch. Jeder Atemzug hat sich magisch angefuehlt und man wurde ganz schweigsam und respektvoll. Wieder mal ... :D.
    Nachdem man also die schottlandaehnlichen Gefilde durchstreift hat kam man ins Flachland und letztenendes ans Meer. 8 Stunden Fahrt und es war zu dunkel um wirklich was an Cape Reinga zu sehen :D. Also wieder in den naechsten Ort gefahren um dort unser Camp aufzuschlagen. Wir landeten in einem Campervanpark und der Besitzer empfahl uns noch vor Sonnenaufgang aufzustehen um den Sonnenaufgang auf Cape Reinga bewundern zu koennen - das Problem: es war zu bewoelkt und so ist dieses Vorhaben eher als gescheitert zu betrachten :D. Wir haben natuerlich dennoch Fotos gemacht. Leider dauert es zu lange die online zu stellen, aber ich versuch sie mal nachzureichen bei Gelegenheit ;).

    Wieder im Campervanpark zurueck hiess es zunaechst ein Mal den Van richtig reinigen, etwas umbauen und reisefest zu machen. Dabei half uns ein echter, man verzeihe mir den Ausdruck - Redneck, oder Hillbilly - ihr duerft es euch aussuchen. Dies ist nicht boes gemeint, denn der Mann hatte richtig was auf dem Kasten. Handwerklich hat er uns sehr weiter geholfen und auch so war er unglaublich freundlich und hilfsbereit. Nachdem wir mit seiner Hilfe den Van endlich reisefertig hatten, ging die grosse Reise wieder los. Wir fuhren Richtung 90-Mile-Beach, die uebrigens nicht mal 90 Meilen ist, da haben die Kiwis ausnahmsweise mal mehr auf die Kacke gehauen :D. Spaeter landeten wir dann in der Naehe von Kaitaia und wie der Zufall so wollte, landeten wir in einem Hostel, das uns innerhalb von 20 Minuten zu einem Job fuehren sollte. Wir sassen in dem Hostel und schrieben unsere Bewerbungen als uns Mike, der Hostelbesitzer ansprach ob wir einen Job suchen. Wir bejahten und wie bereits erwaehnt 20 Minuten spaeter hatten wir einen Job - wir waren ab jetzt Kartoffelpflanzer. Und was soll ich euch sagen? Es ist der beschissenste Job den ich bis jetzt gemacht habe. Man sitzt hinten auf einem Anhaenger eines Traktors auf einem Plastestuhl und hat vor sich einen Tisch und die ganzen Kumarapflanzen und nicht Knollen, sondern nur das Gruen. Man nimmt sich einen Buendel von dem Tisch und greift sich jeweils immer eine Pflanze heraus und fasst diese am Ende und versucht diese von vorn nach schraeg hinten tief in den Boden zu ziehen und das im Takt von wenigen Sekunden. Verpasst man es eine Pflanze in ein Loch zu stopfen muss man "miss" rufen und die hinter einem laufenden fuellen die Loecher auf. Das ist ja fuer den Anfang okay, wenn man nach einer Weile allerdings feststellt, dass man der Einzige ist der "miss" ruft, frustriert es doch. Nun ja, diesen job hatten wir fuer drei Tage und dann sollte es in Dargaville weiter gehen mit Kartoffeln pflanzen. Ich will nicht unerwaehnt lassen, dass ich auch hier wieder coole Leute kennen gelernt habe - zum Beispiel Andre und Peter, beides Abiturienten die uns auf unserer Reise von Kaitangi nach Dargaville begleiten sollten.

    Die Reise fing auch gut an, aber endete leider nicht so gut. Wir hatten bereits bevor wir nach Dargaville gefahren sind, Robert und Stephan, zwei Dresdner Jungs in Auckland kennen gelernt und als wir unseren Job hatten, haben wir sie angerufen ob sie vielleicht auch mit Kartoffeln pflanzen wollten und sie sagten zu. Also verabredeten wir uns uns in Whangarei zu treffen und sie mitzunehmen. Das bot sich auch an, da Peter und Andre von Whangarei aus weiter reisen wollten. Natuerlich wollten wir auch einige Sehenswuerdigkeiten mitnehmen und so fuhren wir zum groessten Kauribaum Neuseelands. Ein Erlebnis ohnegleichen, doch dazu gleich mehr. Bevor wir naemlich den Baum erreichten, haben wir eine unglaublich schoene Meeresbucht mit blauem Himmel, kristallklarem Wasser und strahlendem Sonnenschein entdeckt. Da konnte es doch nur heissen - nix wie rein. Das einzige Problem - irgendwie bin nur ich ins Wasser gesprungen, denn es war saukalt. Aber da macht der Zivi den Bundis und Schuelern eben vor wie abgehaertet er ist und geht nach zwei Minuten bibbernd wieder raus - aber immerhin - ich war drin ;). Jetzt sollte es aber endlich weiter gehen. Wir fuhren also Richtung Kauribaum und kamen da auch tatsaechlich an, aber nicht ohne dass Monty uns ein weiteres Mal ueberrascht haette - auf dem Parkplatz stehend tropfte ploetzlich eine neongelbe Fluessigkeit aus dem Innenraum - guess what - Kuehlfluessigkeit -.-. Wie ich Monty in dem Moment gehasst habe, koennt ihr euch nicht vorstellen. Erstmal ein Bier geschnappt und mit dem Frustbier zum Kauribaum. Diesen riesigen, uralten Baum mit Worten zu beschreiben ist einfach unmoeglich, ich kann es noch nicht mal ansatzweise beschreiben, aber mir fiel nur das Wort Demut ein. Einfach unglaublich beeindruckend. Lebendig, gross, gewaltig, einfach fantastisch. Vogelgezwitscher im gesamten Wald, frische Erde, frische Luft und zwischendrin dieses unglaubliche Wunder der Natur, einfach atemberaubend. Atemberaubend durch und durch!

    Doch - ich musste leider auch in die bittere Realitaet zurueck und die bittere Realitaet hiess - Monty. Das Arschloch. Wir trudelten die Berge runter in den naechsten Camperpark von dem aus wir das zweite Mal die AA anriefen, damit sie unseren Wagen reparieren. Auch das wurde wiedeer zuverlaessig erledigt und wir entschlossen uns den Abend im Camperpark zu verbringen. Den nachsten Morgen ging es weiter. Es sollte endlich nach Whangarei gehen zu Robert und Stephan. Das beschissene ist nur - wir haetten uns alle Reparaturen sparen koennen, denn ich bin auf einer staubigen Schotterpiste zu weit rechts gefahren, um nicht links den Abhang runter zu rutschen, hinter einer Kurve die nicht einsehbar kam uns jedoch ein anderes Auto entgegen und es hat bumm gemacht. Zwar konnten wir noch weiter fahren und traffen auch in Whangarei ein, aber der Tag war ruiniert. Wir trafen uns mit Robert und Stephan und tranken erst Mal ein paar Bier im Pub. Den naechsten Morgen versuchten wir Werkstaetten zu finden, die uns den Wagen reparieren zu einem guenstigen Preis. Die gab es jedoch nicht. Und somit fuhren wir erstmal mit dem Auto nach Dargaville um dort weiter zu sehen. Der Rest ist kurz erklaert - wir reparierten das Auto notduerftig und werden jetzt sehen wie es weiter geht.

    Neben all diesen Montystories gab es natuerlich noch die Kumarapflanzarbeit - die mich nach einer Weile so frustriert und angekotzt hat, dass ich mir eine neue Stelle gesucht habe. Ich arbeite jetzt zunaechst in einem Hotel und erhalte als Gegenleistung kostenlos Essen und eine kostenlose Unterkunft. George und Karen sind die Besitzer des Hotels und Melissa die aeltere, Hailey die juengere Tochter. Ich verschweige euch natuerlich nicht was ich mache - warum auch? Ich reinige die Zimmer, beziehe die Betten und reinige den Barbereich. Sounds good - it is good :) Fuer alle Interessierten - es ist das Northern Wairoa Hotel - googlet doch mal. Das war es jetzt wieder von mir - etwas ausfuehrlicher dieses Mal. Ich hoffe es geht euch allen gut und wer eine Weihnachtskarte aus Neuseeland moechte muss mir mal seine Adresse geben. Der Dave war's ;)

  • Triathlon

    Da bin ich wieder ;). Dann will ich mal die Erlebnisse der letzten Zeit zusammen fassen ;).
    Nachdem wir gemütlich bei unseren Gasteltern entspannt haben, sollte die Reise irgendwann ja mal weiter gehen, aber eins nach dem anderen.

    Unsere Gasteltern Ruth und Jon verschafften uns den besten Start den man sich wünschen kann mit dem Aufenthalt in ihrem Haus. Ein kleines Foto der Familie hab ich euch mal eingefügt.
    Unsere Gastfamilie

    Vorigen Mittwoch sind wir also nach Devonport gelaufen um in der dortigen Post unsere IRD-Nummern zu beantragen und ein Konto zu eröffnen. Die IRD-Nummer ist die hiesige Steuernummer und ohne die wird es schwer eingestellt zu werden. Das Interessante ist - hier kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen - beides wird in der Post beantragt und ausgefüllt. Eine Dame füllte mit uns den IRD-Antrag aus und ein Inder, nennen wir ihn Ranjid, weil bei mir einfach alle Inder Ranjid heißen (Schubladendenken lässt grüßen) füllte mit uns die Kontoinformationen aus. Nachdem wir sein Kauderwelsch entschlüsselt hatten, hatten wir nach einer halben Stunde ein Onlinekonto. Jetzt hieß es auf die Karte warten, welche zwei/drei Tage später kommen sollte und tatatadaaa - kam. Leider warten wir noch auf unsere IRD-Nummer, aber das wird noch. Nach unserem Ausflug nach Devonport ging es dann nach Takapuna, oder einfach das Stadtzentrum des nördlichen Teils von Auckland. Thomas nannte Takapuna zwischenzeitlich lustigerweise Tauboga (alle Pokemonfans werden es wieder erkennen) :D. Eine weitere aufregende Erfahrung war übrigens das erste Sushi für uns, aber dies nur als Randnotiz. Nachdem wir in Takapuna unsere Angelegenheiten geklärt hatten, sind wir in den nächsten Supermarkt und haben uns Bier geholt. Dies aber nicht ohne Vorlage unseres Reisepasses und unseres internationalen Führerscheins, denn hier darf man im Supermarkt erst ab einem Alter von 25 Jahren Bier kaufen. Dies hatte in den ersten Tagen die interessante Konstellation zur Folge das Thomas ohne mich kein Bier holen konnte, weil er noch nicht 25 ist und ich kein Bier holen konnte, weil ich noch nicht an mein Geld kam und Thomas das Geld hatte. Sowas schweißt zusammen :D. Jedenfalls hatten wir dann unser Bier und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen.

    Donnerstag ging es nach Auckland um Downtown die Hostels zu checken. Dabei stießen wir auf ein BBH-Hostel, welches eine kostenlose Telefonkarte mit zur Verfügung stellte und Rabatt auf alle BBH-Hostels. Klasse Sache haben wir uns gedacht, Recht gehabt haben wir auch. Am Abend haben wir mit Tim, Ruths Sohn kurz über Skype hallo gesagt und dann wieder ausgespannt. Meine Notizen vom Donnerstag sagten mir - wir haben da viel Bier getrunken. Wird schon stimmen :D Jedenfalls ist das hier eine Seltenheit, denn das Bier ist echt sauteuer. Der ein oder andere hat es über Skype ja schon erfahren und mir erst mal schön das günstige deutsche Bier in die Kamera gehalten (nicht wahr, Ralph?) :D.

    Freitag morgen lernten wir Elli kennen, Ruths andere Tochter und hatten gleich mal stundenlang Regen. Macht nix, am Nachmittag hat es aufgehört und so sind wir nach Downtown und verabschiedeten uns von Ruth - im Hostel gelandet. Was für ein Kulturschock! Wo war der ganze Luxus hin? :D Relativ schnell wurde ich aber abgelenkt von einer bezaubernden Peruanerin - Victoria und schon war vergessen, dass wir einen Raum ohne Fenster gemietet hatten zum Übernachten :D. Am Abend haben wir mit Enne und Clemens, nadieerlüsch ausm Osdn ein Bier in einer Bar getrunken und das Rugbyspiel der All Blacks im Fernsehen geschaut, leider verloren die Kiwis. Enne und Clemens hatten wir übrigens, ihr werdet es euch schon denken - im Hostel kennen gelernt.

    Samstag sind wir in ein günstigeres Hostel gezogen und leben jetzt seit einer Woche dort. Als wir dieses bezogen hatten, ging ein großer Stadtbummel los. Zunächst liefen wir zu einem Autoverkauf, leider waren die Autos zu teuer und danach auf Mount Eden, den höchsten Berg Aucklands. Windig war's, aber schon schön ganz Auckland zu sehen. Da es zu lange dauert jetzt Bilder upzuloaden verweise ich einfach mal auf Thomas' flickr Seite --> http://www.flickr.com/photos/grunianddave

    Zum Sonntag gibt es nicht viel zu sagen - wir waren bestrebt ein Auto zu kriegen, hatten eines für 1500 Dollar gefunden, riefen an und plötzlich kostete es 4500 Dollar - shit happens. Am Abend haben liefen wir noch durch Auckland und es gab ein riesiges indisches Fest - das Diwalifest, aber es gab irgendwie nur eine Bühne mit Musik. Der Rest war lediglich Ess- und Trinkstände :D.

    Dienstag traf ich dann Anne in Devonport und wir haben gemeinsam Fish and Chips gegessen, coole Sache - wiederholenswert ;).

    Das beeindruckendste war aber sicherlich das Museum von Auckland. Nachdem wir zuerst eine Fotostrecke mit den besten Bildern Neuseelands anschauten, begann danach eine Tour mit integriertem Auftritt von Maori. Das war richtig klasse. So lebensfroh, so fröhlich, so freundlich wie dieser Auftritt war fehlen mir immer noch die Worte um es wirklich zu beschreiben. Es war einfach klasse. Weiter ging es durch unendlich viele Ausstellungsstücke über Neuseeland. Tausende Memoiren für die Maorigeschichte, die Weltgeschichte und alle Kriege, Kindheit, ach es wurde einfach zu viel ausgestellt um dies alles zu erzählen. Ich verweise wieder auf Grunis flickr-Seite. Donnerstag chillten wir etwas und Freitag tatatadaaaaa - hatten wir ein Auto. Ist ne interessante Kiste, aber ... sie fährt :D. Gestern waren wir dann noch im Zoo und haben unseren ersten lebenden Kiwi gesehen. Es gab eine gigantische Vielfalt an Vögeln, das war schon beeindruckend. Was ich weiterhin nicht so prickelnd an Zoos finde, das wird auch immer so bleiben ist, dass die Gehege einfach viel zu klein sind. Aber dies nur am Rande. Es gibt keinen Zoo in dem die Gehege groß genug sind.

    Nun ja, wie bin ich auf meinen Blogtitel gekommen? Nachdem wir unseren Triathlon mit IRD, Kreditkarte, Hostel und Auto durch hatten ist jetzt tatsächlich in Auckland an diesem Wochenende Triathlon. Ist schon richtig beeindruckend was die Jungs und Mädels hier auf die Straßen zaubern. Wir werden es heute noch ein wenig verfolgen und ab morgen geht es dann in den Norden nach Cape Reinga. Den nördlichsten Punkt. Ladies und Gentleman - danke fürs Lesen. Ich lass wieder von mir hören.

  • Von Tschechen, Lolek und Bolek, Visas und Villas

    Tja, wo soll ich anfangen? Das Gute zuerst! Wir haben es tatsächlich bis nach Auckland geschafft ;)

    Dabei begann die Reise durchaus etwas holprig. Zwei Stunden vor Abreise kam der Anruf von Thomas ob ich mein Visum auch ausgedruckt habe - Visum ausgedruckt? Klar! Hab ich! Hab ich? O.o? Schockmoment, hab ich nicht und da mein Computer vor kurzem gecrashed is und somit Loginname und Passwort weg waren, hab ich souverän das PAsswort 3 Mal falsch eingegeben und mein Account wurde gesperrt. Nun musste ich trotzdem an den Bahnhof nach Glauchau wo unsere große Reise beginnen sollte. Nach kurzer Verabschiedung stiegen wir in den Zug Richtung Hof und auf dieser Fahrt begegnete uns ein Tscheche welcher sich sehr daran störte, dass wir uns auf den Stufen sitzend, Bier trinkend unterhielten. Er machte andere Fahrgäste immer wieder auf uns aufmerksam und meinte wir wären unhöflich. Gut, die anderen Fahrgäste empfanden ihn als anstrengend, aber nun ja, eine kleine Nebenerscheinung.

    Nachdem wir diesen Abschnitt hinter uns gebracht hatten, ging es von Hof nach Würzburg und dann nach Frankfurt wo wir uns bis zu Torstens Wohnung ohne größere Vorfälle vorkämpften. Im Rewe noch ein paar Bierchen geholt, Pizza und Chips und so begann ein letzter gemütlicher Abend in Torstens Wohnung. Nebenbei - mein Visumaccount war immer noch gesperrt.
    Also den nächsten Morgen ein neuer Versuch - Visum immer noch gesperrt. Also E-Mail ans Immigration Office und gedulden.

    Der Frankfurter Flughafen hielt eine Überraschung in Form einer chinesischen Flugbegleiterin bereit - wir tauften sie "Guck-sehr-streng" - diese Dame wollte unsere Reisepässe nämlich nicht akzeptieren. Bis sie feststellte, dass sie 2 Nummer zu viel eingetippt hatte. Nun ja, nach dem der erste Schock verdaut war - es hätte ja auch da schon heißen können - kein Visum, kein Flug. Wer jetzt aber dachte "Guck-sehr-streng" lässt uns endlich durch, hatte sich getäuscht. Ich musste meinen bombenfest sitzenden Schlafsack als Einzelgepäck aufgeben, weil er ihrer Meinung nach nicht fest genug war. Meine lockere Isomatte sollte ich auch einzeln einlagern - dagegen hab ich mich, natürlich erst nach Abgabe einer Unterschrift, gewehrt und siehe da - sowohl Isomatte, als auch Schlafsack kamen an. In your face "Look-really-serious"!

    Endlich den Flieger für Taipeh bestiegen und tatatadaaa - wer chinesische Qualität kennt, denkt er kennt chinesische Qualität, aber wir wurden durchaus auch positiv überrascht ;). Während des Fluges hatten wir fantastische Filme, sehr freundliches Personal und ich lüge nicht - gutes Essen! Des Weiteren Spiele - ein adrenalinverschaffendes Autorennspiel bei dem man 10 Minuten für eine Runde nebeneinander fährt - aber man hat Nitro ;) Zwar nur begrenzt, aber egal :D. Das Actionspiel schlechthin war aber - PACMAN! 2 Level Adrenalin pur! Danach begann es von vorn :D.
    Was man sich allerdings leider nicht aussuchen kann sind die Mitreisenden - hierbei meine ich ausnahmsweise nicht Thomas :D. Nein ich meine Lolek und Bolek auf Ecstasy. Die beiden waren so anstrengend. An Schlaf war dank der beiden nie zu denken. Lolek mehrte die ganze Zeit an seinem Stuhl rum und Bolek rutschte auch nur hin und her. Als ob das Lolek nicht reichen würde, hatte er natürlich alle 2 Minuten die Idee nach draußen schaune zu wollen, dann wieder doch nicht - so kriegt man 13 Stunden Flug auch rum. Natürlich sollten uns Lolek und Bolek auch noch mehrmals begegnen. Irgendwie haben wir aber auch diesen Flug überstanden.

    In Taipeh angekommen hieß es Geduld beweisen - um genau zu sein - 16 Stunden. 16 Stunden warten bis zum nächsten Flug. In dieser Zeit checkte ich wiederum meinen Visumaccount - nix passiert. Wiederum eine E-Mail geschrieben. Gegen Nachmittag entdeckte ich eine Antwort, wo auch sonst wenn nicht im Spamordner? :D Jedenfalls war mein Account wieder freigeschaltet, das Problem - alle Daten fehlten. Wiederum nachgefragt warum da nix mehr drin steht und wieder gedulden. Das Essen am Flughafen war übrigens auch ein Erlebnis. Ich weiß ja das jede Nationalität ihr zugeschriebene Eigenheiten hat, aber über manche wundert man sich doch. Am Flughafen jedoch waren die Menschen sehr medial. Das Essen konnte man sich holen nachdem man auf dem Handy angeklingelt wurde und auch so waren Handys überpräsent. Dabei entdeckte ich allerdings auch, dass eine Kluft zwischen alt und jung vorliegt. Während jung tippte und scrollte im Akkord, fand alt in der selben Zeit den nächsten Buchstaben des Wortes "Hi" :D. Aus dem Staunen heraus gekommen bin ich jedoch nicht mehr als ein junger Mann anfing sich am Tisch mit Trockenrasierer zu rasieren und es war für alle das Natürlichste der Welt. Naja, andere Länder ... Doch auch unser Aufenthalt in Taipeh sollte enden. Und so flogen wir 23:50 Uhr Ortszeit endlich Richtung Brisbane.

    Natürlich hatten wir wieder einen - Am-Stuhl-wie-bekloppt-Rumrumckel-vordermann und immer noch keine Visumsbestätigung :D. In Brisbane begegneten wir dann auch wieder Lolek und Bolek, welche erst mal am falschen Terminal anstanden - leider bemerkten sie es noch. :(

    Okay und jetzt kommt der beste Abschnitt. Wir chillen jetzt in einer Villa in Auckland. Wie wir das geschafft haben? Naja - ich musste keine Visumsbestätigung zeigen und als ich gerade draußen auf unsere Aucklandkarte schaute, sprach mich eine Frau an ob ich eine Mitfahrgelegenheit brauch - ich sagte das wäre cool und auf ein Mal werden wir eingeladen bei ihr zu schlafen. Gerade sitze ich in einem extrem bequemen Sessel, in einem Homecinema und schau mit Gruni fernsehen. Davor haben wir noch fein gespeist ;) und die Villa hat sogar Aussicht auf Auckland - luck is on our side ;). Wir dürfen auch noch ein Weilchen hier bleiben wenn wir wollen ... wir überlegen es uns mal :D Aber unsere Gasteltern - Ruth und Jon sind echt fantastisch lieb. Ich geh jetzt erstmal meinen Jetlag besiegen - wir lesen uns.Bilder folgen noch ;)

  • T-13 Tage bis zum Abflug

    Mein letztes Hockeyspiel für dieses Jahr ist gespielt bzw. begleitet ;), die letzten Trainingseinheiten auf dem Platz werden noch mit genommen, die Vorbereitungen für die Abschiedsfeier sind in vollem Gange, die Location steht, die Musik ist organisiert und die Getränke werden noch organisiert. Ein letztes Mal auf Arbeit vorbei schauen will ich noch um mich von meinen Kollegen zu verabschieden.

    Generell stehen in letzter Zeit die Verabschiedungen immer mehr im Vordergrund. Die meist gestellte Frage ist "Wann geht es denn genau los?". Geduldig antworte ich immer wieder - am 07.10. ;). Das nächste Wochenende ist nochmal rappelvoll gepackt. Am Freitag kann ich es mir nicht nehmen lassen zum Sachsenderby zwischen den Eispiraten und den Lausitzer Füchsen nach Crimmitschau zu gehen. Samstag früh Unterstützung des Hockeyvereins beim Kürbisfest und Samstag abend die große Abschiedsfeier. Sonntag abend geht es dann zu Olaf Schubert ;). So klingen die letzten Tage langsam aus, man setzt sich mit Freunden zusammen, quatscht noch mal ein wenig, beliest sich viel über Neuseeland und selbst in meinen Träumen ist Neuseeland jetzt überpräsent. Es fühlt sich an als wäre ich schon dort, aber ich glaube wenn ich dort bin wird es noch besser :D. Zwischen allem steht natürlich die Zerrissenheit zwischen Sehnsucht und Familie. Ich werd die Tage vermissen in denen ich mit meinem Opa und meiner Oma auf der Terrasse im Sonnenschein gesessen habe, die Tage an denen ich bei Familienfeiern mit meinen Onkels und Tanten zusammen gegessen und getrunken habe, die Tage an denen ich früh verträumt in die Küche gelaufen bin und nicht angesprochen werden wollte, weil ich noch zu müde war :D Dem gegenüber steht jedoch die unglaubliche Vorfreude auf Neuseeland und das Wissen - es ist ein Jahr, watt is das schon? Let's get it on ;)

  • Der Countdown läuft ...

    und die Zeit ist wie eine zähe Gummimasse. Nachdem man zunächst mit viel Energie in die Organisation der Reise eingestiegen ist, scheint jetzt die Zeit zu kommen in der der Kaugummi ausgeleiert ist und fest klebt und einen am weiter kommen hindert. Das Warten wird anstrengend, die wichtigsten Dinge waren auch recht schnell erledigt. Alle versicherungstechnischen Fragen sind geklärt, das Visum wurde beantragt, bestätigt und gefeiert. Die notwendigen Gelder sind auf dem Konto, der Reisepass ist auch gültig, die Tickets gebucht und verdammichnochema es geht immer noch nicht los :D.

    Jede Faser meines Körpers gerät in extreme Vorfreude bei dem Gedanken daran - big little New Zealand zu sehen. Allein die atemberaubende Landschaft wird diese Reise wohl eine Reise in der Kategorie "Erlebst du nur ein Mal so" werden lassen. Der Gedanke an den wieder aktiven Mount Tangariro macht mich so neugierig, dass ich am liebsten schon in Neuseeland wäre. Ich mein - ein Tanz auf dem Vulkan - wer will das nicht? :D Mount Tongariro

    Aber bei aller Reiseromantik - im Vordergrund steht natürlich auch in den ersten Tagen in Neuseeland die Stellensuche. Den ersten Job zu kriegen wird die schwierigste Aufgabe, aber ein Mal einen Fuss in der Tür und es wird Stück für Stück voran gehen. Im Notfall arbeite ich auch wieder als Sozialpädagoge, aber eigentlich wollte ich ja jetzt mal was anderes machen als meinen Beruf auszuüben :D. Da ein Sozialpädagoge aber eh nie Feierabend hat (wer's glaubt :D), werde ich also auch in sozialpädagogischer Mission unterwegs sein. Womit wir wieder bei der Neugier wären - die Neugier auf Neuseeland. Ob ich nun mit Anne in Auckland am Strand ein Bierchen trink

    Strand Auckland

    Mit den Delphinen schwimme

    Delphine

    oder dem mächtigen Haka der Maori zuschaue.

    Haka

    Ich hab einfach mal verdammt viel Lust auf diese Reise.
    Bis dahin gilt es jetzt sich noch ein wenig zu gedulden, aber jetzt ist es ja nur noch genau ein Monat. In dieser Zeit werden wir mit unserem Hockeyteam siegen, ich werde die Zeit mit meinen Freunden weiter genießen und dann kann es los gehen. Ich halte euch auf dem Laufenden ;)

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